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Einbruch im Autohaus Bei einem Fahrzeugkauf im Autohaus ist es durchaus üblich, den Kaufpreis bar zu bezahlen. Verkäufe kurz vor Ende der Geschäftszeit oder nach Abholen der Einnahmen durch eine Werttransportfirma führen dazu, dass größere Bargeldbestände in Autohäusern und Kfz-Betrieben an der Tagesordnung sind. Das ruft Einbrecher auf den Plan. Immer wieder haben es Täter auf die Tresore der Betriebe wegen Bargeld abgesehen. Oft kennen sie die Gegebenheiten vor Ort und wissen genau, wo sich der Tresor befindet und wie die Überwachungsanlage funktioniert. Um an die Tresore zu gelangen, werden dann vorab Bewegungsmelder und Kameras zerstört.

Zur gesicherten Aufbewahrung von Bargeld eignet sich ein geprüfter Wertschutzschrank. Dieser sollte von der Forschungs- und Prüfgemeinschaft (FuP) in Frankfurt/Main oder von der VdS-Schadenverhütung in Köln zertifiziert sein. Höherwertige Tresore haben ein Mindestgewicht von 300 kg aufwärts und können daher auch nicht ohne Weiteres abtransportiert werden. Zusätzlich sollte ein Tresor im Boden oder im Mauerwerk massiv verankert bzw. eingemauert werden. Ist ein Tresor eingemauert, gibt es keine Ansatzpunkte, die Einbrecher für Anker, Schlingen oder Ähnliches verwenden könnten.

Für große Autohäuser kann es sich lohnen, einen Tresorraum mit gepanzerter Tür und Wänden aus höher vergütetem Beton zu bauen. Entsprechend der Widerstandsfähigkeit wird dem Tresor ein bestimmter Widerstandsgrad zugeordnet. Die Höhe des Versicherungsschutzes für den Inhalt des Tresors/Tresorraums richtet sich dann in erster Linie nach der in einem Test erreichten Sicherheitsstufe.

Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter auch für "Spähversuche" verdächtiger Personen und für Schwachstellen. Um keine Begehrlichkeiten zu wecken, sollten größere Bezahlvorgänge grundsätzlich in einem abgeschlossenen Büroraum abgewickelt werden. Bargeld, das für jeden Kunden und Besucher sichtbar auf dem Tresen gezählt und aufgelegt wird, ist eine Einladung für Diebe und Einbrecher. Die Tür zum Büroraum sollte stets geschlossen werden, damit niemand Einsicht nehmen kann.

Wer sich vor unliebsamen Überraschungen schützen will, sollte nicht nur das Gebäude selbst absichern, sondern auch das Betriebsgelände. Der mechanische Grundschutz sollte ungebetenen Besuchern das Eindringen auf das Gelände so schwer wie möglich machen. Achten Sie darauf, dass der Außenbereich Ihres Betriebs ausreichend und gut beleuchtet ist - vor allem, wenn Ihr Betrieb in einem Gewerbegebiet oder am Ortsrand liegt oder wenn der Außenbereich nicht gesichert ist. Besser wäre eine massive und lückenlose Umfriedung des Areals.

Das Gleiche gilt für Ein- und Ausfahrten. Achten Sie dabei auf Qualität und denken Sie daran, dass Verbindungselemente wie Verschraubungen ebenfalls gesichert werden müssen. Setzen Sie auch beim Betriebsgelände auf Videoüberwachung mit Aufschaltung auf einen Wach- und Sicherheitsdienst. So kann bei Einbrüchen schneller eingegriffen werden. Besonders wichtig ist eine regelmäßige Wartung der Anlagen. Reine Einbruchmeldeanlagen oder Videokameras ohne Aufschaltung sind ungeeignet, da auf Sirenen oft keine Reaktion erfolgt und Videokameras im Vorfeld häufig zerstört werden.

Erstellen Sie außerdem in Absprache mit dem Wachdienst einen Interventionsplan mit möglichst kurzen Reaktionszeiten. Liegt das Autohaus bzw. der Kfz-Betrieb weiter außerhalb, kann eine längere Reaktionszeit zum Beispiel durch "Einnebeln" der Räumlichkeiten überbrückt werden.

Kfz-Betriebe und Autohäuser sollten sich bei Neu- oder Umbauten auf jeden Fall durch einen Fachmann beraten lassen. Es empfiehlt sich, das Sicherheitskonzept gegen (Einbruch-)Diebstahl und das Brandschutzkonzept aufeinander abzustimmen. Weitere Informationen zur Sicherheitsvorsorge finden Autohäuser und Kfz-Betriebe unter www.der-sichere-kfz-betrieb.de.

Kann ein Schaden nicht verhindert werden, sichert eine sogenannte Multi-Risk-Police, wie z. B. der GARANTA Spezial-Schutz für Kfz-Betriebe der NÜRNBERGER/GARANTA, Ihren Kfz-Betrieb umfassend ab. Sie bietet einen standardisierten Deckungsumfang, der existenzgefährdende Lücken im Versicherungsschutz vermeidet, ein unkompliziertes Handling und einen sehr geringen Verwaltungsaufwand. Selbstverständlich können Sie vorhandene Risiken und Gefahren auch über konventionelle Einzelverträge versichern.

 

 
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